Einwendungen gegen das Planfeststellungsverfahren


Liebe Magdeburgerinnen und Magdeburger,Einwendungen

mit knapper Mehrheit hat der Stadtrat Ende 2009 entschieden, dass in Zusammenhang mit der ohne Zweifel notwendigen Erneuerung der Eisenbahnbrücken die Ernst-Reuter-Allee für den Motorisierten Individualverkehr (MIV) untertunnelt werden soll. Schon jetzt werden die Kosten für den Steuerzahler mit rund 45 Mio. € angegeben. Erfahrungsgemäß steigen die Kosten bei derartigen Großprojekten, wenn erst einmal mit dem Bau begonnen wird. Mit der 4-wöchigen Auslegung der Bauunterlagen im November 2010 wurde jetzt das förmliche Planfeststellungsverfahren begonnen. Wir, die Bürgerinitiative, haben die 7 Ordner mit den Plänen und Gutachten intensiv geprüft. Unsere schlimmsten Befürchtungen bezüglich der Unsinnigkeit und der katastrophalen Folgen dieses Projektes wurden übertroffen.

Das Vorhaben bringt für den Magdeburger Bürger, ob er nun Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger ist, keinerlei Vorteile. Im Gegenteil eher Verschlechterungen.

Der von der Stadt beauftragte Verkehrsplaner Dr. Brenner stellt beispielsweise für die West-Ost-Richtung – also in die Innenstadt fest: „Der mittlere Rückstau … liegt bei 446 Metern, so dass sich die Fahrzeuge durch den Tunnel bis zum Damaschkeplatz zurückstauen.“ Das Problem ist allein die Leistungsfähigkeit der Ampel an der Otto-von-Guericke-Straße. Dort an der LSA werden die Autos auf einer Rampe mit mehr als 8 % Steigung versuchen anzufahren. Größere Stauungen als bisher sind die Folge. Dazu kommt, dass nach Bau des Tunnels mit einer Höhe von 4,5m auch große LKW die Stadtzufahrt nutzen werden (gem. den städtischen Prognosen 1.600 zusätzliche LKW!).

Weitere Nachteile sind der Verlust des Kölner Platzes für das Bringen und Holen von Fahrgästen, die fehlende Barrierefreiheit mit der Abschaffung von Aufzügen zu den Gleisen, die regelwidrige Verringerung von Radwegbreiten und die durch die deutlich höhere Verkehrsbelastung steigende und konzentriert nur an den Tunnelöffnungen hervortretenden Lärm- und Schadstoffemissionen. Es scheint so, als habe sich die Stadt mit dem Projekt von der Bahn „über den Tisch ziehen lassen“, denn nur die DB profitiert von der jetzt geplanten Art der Ausführung.Unsere preiswerteren dem Stadtverkehr nützende Varianten wurden gar nicht erst geprüft.

Daher: Nehmen Sie Stellung zu dem Vorhaben!

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