Leserbrief von Prof. Dr.-Ing Hartmut Weinhold


Anbei ein Leserbrief von Herr Prof. Dr. Weinhold, der in der heutigen Volksstimme abgedruckt wurde.

Als Bauingenieur mit fast 50-jähriger Berufserfahrung im Tief- und Brückenbau lässt einen die städtebauliche Entwicklung Magdeburgs nicht kalt. Aus fachlichem Interesse und persönlicher Neugier hatte ich Einsicht in die bis zum 8. Dezember im Baudezernat ausliegenden Planungsunterlagen genommen. Die geplante Baumaßnahme beschert den Magdeburgern keine einzige Verbesserung, da die Anzahl der Fahrspuren im Brückenbereich gleich bleibt (eine Spur in Ostrichtung, zwei Spuren in Westrichtung). Von den geplanten Verschlechterungen sollen nur die wichtigsten aufgezählt werden:

Die lichte Breite unter den Brücken verringert sich um 3 Meter. Dies beschränkt alle zukünftigen Verkehrsplanungen für die nächsten 100 Jahre. Durch die Verlegung des Autoverkehrs unter die Erde wird ein vorher nicht vorhandenes Gefahrenpotenzial geschaffen. Tunneleinfahrt und -ausfahrt sollen über Steilrampen mit Steigungen von 8 bis 10,5 Prozent erfolgen. Lärm-, Erschütterungsund Abgasprobleme vergrößern sich vor allem durch das Anhalten und Anfahren auf den Steilrampen. Dies beeinträchtigt die Wohnqualität der Anwohner. Der Kölner Platz ist für den Autoverkehr nicht mehr erreichbar. Die Anbindung des City Carrés verschlechtert sich deutlich und dauerhaft, mit weitreichenden Folgen für die dort angesiedelten Geschäfte und Firmen.

Da alle Magdeburger mehrjährige Einschränkungen und Kosten durch das geplante Bauvorhaben zu tragen haben, haben sie eine bessere Lösung verdient. Unsere Ingenieure sind dazu in der Lage.


 

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