Ihre Meinung!


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Kommentare und Fragen:

  1. 1

    H. Schneider schreibt am 06.03.2009 @ 20:21:

    Ich halte das gesamte Tunnelprojekt für überflüssig, da der Verkehr an dieser Stelle auch durch andere Maßnahmen besser gestaltet werden kann. Es ist eine Verschwendung von Geld, das für andere Projekte viel sinnvoller eigesetzt werden könnte.
    Es sieht aber leider so aus, dass alle Proteste und Argumente keinen Erfolg haben werden. Sicher gibt es eine zu starke Lobby derer, die auf dieser Baustelle ihr großes Geld machen wollen. Da werden die Fördermittel, die dafür in Aussicht stehen, ins Feld geführt, aber die enormen Betriebskosten, die nach der Fertig-stellung anfallen, ignoriert. Die Stadt erfindet jetzt schon immer wieder neue Abgaben, weil überall das Geld fehlt. Wovon will sie diese Betriebskosten bezahlen - da gibt es keine Fördermittel mehr!
    Das Argument, dass über die fertigen 2 Tunnel auch gestritten wurde und heute spricht keiner mehr darüber, ist primitiv, denn was hat es denn für einen Sinn, über fertige Projekte zu streiten? Übrigens, ich kann mich noch gut erinnern, dass ein wichtiges Argument bei der Diskussion um den Tunnel am Uni-Platz die Aussage war, dass dadurch das Nadelöhr an den Bahnhofsbrücken wesentlich entlastet wird!!!
    Unter dem Eindruck des Einsturzes der Häuser beim U-Bahnbau in Köln muß man die Frage stellen, wie gefährdet sind die Häuser Feuerwehr, Grüner Baum und vielleicht noch andere?
    Die Bürgerinitiative möchte ich bitten, alle Stadträte namentlich zu benennen, die für den Tunnel gestimmt haben, falls der Tunnel gebaut wird, denn diese Geldverschwender möchte ich bei der nächsten Wahl auf keinen Fall wählen. Nun noch eine Frage: Haben Sie einmal darüber nachgedacht, ob ein Bürgerbegehren gegen den Tunnel Erfolg haben könnte?
    Mit freundlichen Grüßen, H. Schneider

  2. 2

    Petzold schreibt am 22.03.2009 @ 10:01:

    Solange auch nur eine einzige Schule nicht saniert ist, muss sich ein Tunnelausbau in der Prioritätenliste hinten einordnen.

    Mit freundlichen Grüßen
    C. Petzold

  3. 3

    Hartmut Koblischke schreibt am 23.03.2009 @ 22:17:

    Das Tunnelprojekt ist absolut überflüssig. Was wird geschehen?

    Am Uniplatz sind die Durchfahrten massiv gestiegen, die Belastung durch LKW ebenso. Die Anlieger an der B1 werden enorm mit gesundheitsschädlichem Auto-Dreck und massivem Lärm belastet. Wen interessiert das? Die ganze Gegend an der B1 wird wohntechnisch enorm abgewertet. Aus einer Wohngegend wird eine Auto-Industrie-Gegend. Wer wegziehen kann, tut dies. Wer entschädigt die Wohnunternehmen und die Bürger für die entstandenen Schäden?

    Ähnliches wird mit Tunnel und Bau-Wahnsinn am Damaschkeplatz passieren.

    Auch ich gehe von einem Rückgang des Verkehrsaufkommens in den nächsten Jahren aus. Die Wirtschaftskrise und die sich bald wieder abzeichnende Steigerung der Spritpreise wird dafür sorgen - zumindest im Bereich Individualverkehr.

    Ganz klar muss sämtlicher Verkehr zu Fuß, mit Fahrrädern jeglicher Art oder per so genanntem ÖPNV gefördert werden. Auch Mehrnutzer-Auto-Systeme wie Taxi oder Car-Sharing gehören dazu.

    Meine Förderung: Jede/r Kundin/Kunde die/der zu Fuß, mit Fahrrad oder ÖPNV zum Bioladen kommt erhält ab 25,- € Einkaufswert einen Saft, Tee, Kaffee oder ein Glas Wasser gratis dazu - mit allem was sonst noch dazu gehört. Fahrradständer + Bank zum Ausruhen - egal ob Kundin/Kunde oder nicht - stellen wir ebenso bereit.
    Weiterhin kommen alle meine MitarbeiterInnen und natürlich ich selbst zu fast 100 % zu Fuß, mit Fahrrad oder per ÖPNV zur Arbeit. Weiterbildungsseminare werden mit ÖPNV besucht.
    Und all dies passiert ohne Diskriminierung von AutofahrerInnen.
    Unsere Auslieferungen werden verstärkt per Fahrrad vorgenommen.
    Weitere Vorschläge werden gern entgegen genommen.

    beste Grüße
    Hartmut Koblischke

  4. 4

    sarah schreibt am 30.03.2009 @ 16:12:

    Der geplante Tunnelbau am Kölner Platz, der die Bürger während der Bauzeit sicher 2-3 Jahre zur Umleitung über die Albert-Vater-Strasse zwingt, wird die Stadt komplett lahm legen. Denn irgendwie hat noch niemand bemerkt, daß dann in etwa zur gleichen Zeit die MVB die 2. Nord-Süd-Trasse (Bauabschnitt 4) bauen wird, was bedeutet, daß an der Albert-Vater-Strasse, Walter-Rathenau-Strasse, also der Tunnelbau- Ausweichstrecke (!!!) die Strasse aufgerissen wird und Gleise verlegt werden … irgendwie habe ich die Vermutung, daß das noch gar keiner gemerkt hat … oder nicht merken will … na auf das Verkehrschaos bin ich gespannt!!!

  5. 5

    Michael Rother schreibt am 15.05.2009 @ 06:12:

    Leider sind die Termine der Aktivitäten für alle Pendler, die erst nach 18 Uhr in die Stadt zurückkehren, nicht erreichbar. Als Betroffene der geplanten Bauphasen würden sich deoch bestimmt mehr beteiligen wollen. Da aufgrund unvollständiger Vorlagen die Stadträte zu Fehlentscheidungen gekommen sind, wäre doch ein gemeinsames Abschreiten der Planungsstrecke auf der gesamten Länge an einem Sonnabend (vor- oder nachmittags)sinnvoll, um allen die Dimensionen und Folgen zu erklären.
    Im Vorfeld der Juniwahl scheinen die Medien das Them totzuschweigen.
    Es wäre für alle interessant, die Dimensionierung, Bau- und Betriebskosten der Tunnelbelüftung zu erfahren, der ja für stehende Fahrzeuge im Leerlauf angelegt wird.
    Außerdem sollten die Folgen für den ÖPNV der MVB währen des Bau ruhig periodisch hinterfragt werden.

  6. 6

    so ist das schreibt am 18.05.2009 @ 09:57:

    verstehe den sinn des tunnels nicht. oberhalb des kölner platzes auf dem bahngelände liegt alles brach. schön zu sehen, bei google maps, google earth. warum kauft man nicht das bahngelände, baggert es ab, verlängert die eisenbahnbrücken und dann kann der verkehr unten vierspurig plus bahngleis gebaut werden.

    fazit. der tunnel ist absoluter schwachsinn.

  7. 7

    Pia schreibt am 29.07.2009 @ 08:14:

    Mal davon abgesehen, dass die Stadt uns Schülern ab der 11. Klasse keine Jahreskarten mehr bezahlt (soviel zum Thema “Bildung fördern”), müssten wir wesentlich früher aufstehen, um noch pünktlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu kommen. Denn wir müssen ja schließlich kein Abitur machen, das ist unser eigenes Vergnügen! Außerdem steht man bei Berufsverkehr nicht länger als 3 Minuten im “Stau”. Der Tunnel ist überhaupt nicht notwendig. Das Geld sollte lieber wichtigere Dinge gesteckt werden, wie zum Beispiel Bausünden in der Innenstadt…

  8. 8

    Chris schreibt am 12.08.2009 @ 00:37:

    zitiert von H. Schneider: “Ich halte das gesamte Tunnelprojekt für überflüssig, da der Verkehr an dieser Stelle auch durch andere Maßnahmen besser gestaltet werden kann.”

    Die sogenannten “anderen Maßnahmen” würden noch kostenintensiver sein als ein Tunnel. Die Stadt Magdeburg ist vertraglich mit der Deutschen Bahn betreffend der Sanierung der Eisenbahnbrücken am Kölner Platz gebunden. Ein Verzicht auf den Tunnel würde bedeuten, dass die Brücken im Zuge der Sanierung dieses Bauabschnittes vergößert werden müssten. Es müssten komplett neue Widerlager für die Eisenbahnbrücken errichtet werden.

    zitiert von sarah: “Der geplante Tunnelbau am Kölner Platz, der die Bürger während der Bauzeit sicher 2-3 Jahre zur Umleitung über die Albert-Vater-Strasse zwingt, wird die Stadt komplett lahm legen. Denn irgendwie hat noch niemand bemerkt, daß dann in etwa zur gleichen Zeit die MVB die 2. Nord-Süd-Trasse (Bauabschnitt 4) bauen wird, was bedeutet, daß an der Albert-Vater-Strasse, Walter-Rathenau-Strasse, also der Tunnelbau- Ausweichstrecke (!!!) [..]”

    Das stimmt in der Tat. Auch ich werde in nächster Zeit auf dem Weg zur Universität durch dieses “Chaos” fahren müssen. Im Gegensatz zum Kölner Platz sind in der Walther Rathenau Straße vier Fahrspuren vorhanden. Eine Gleisverlegung in diesem Bereich würde zwar auch das dann ohnehin schon hohe Verkehrsaufkommen belasten, aber die Auswirkungen würden sich in Grenzen halten, zumal der ÖPNV dadurch auch nicht sonderlich beeinträchtigt wird. Schließlich wird der Straßenbahnverkehr im Zuge des Tunnelbaus wohl über den Westring umgeleitet.

    zitiert von “so ist das”: “verstehe den sinn des tunnels nicht. oberhalb des kölner platzes auf dem bahngelände liegt alles brach. schön zu sehen, bei google maps, google earth. warum kauft man nicht das bahngelände, baggert es ab, verlängert die eisenbahnbrücken und dann kann der verkehr unten vierspurig plus bahngleis gebaut werden.

    fazit. der tunnel ist absoluter schwachsinn.”

    Wie oben genannt zu teuer.
    Wäre der Tunnel Schwachsinn, würde ihn niemand bauen lassen.

    zitat von Pia: “Mal davon abgesehen, dass die Stadt uns Schülern ab der 11. Klasse keine Jahreskarten mehr bezahlt (soviel zum Thema “Bildung fördern”), müssten wir wesentlich früher aufstehen, um noch pünktlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu kommen. Denn wir müssen ja schließlich kein Abitur machen, das ist unser eigenes Vergnügen!”

    Früher schlafen gehen.

    “Außerdem steht man bei Berufsverkehr nicht länger als 3 Minuten im “Stau”. Der Tunnel ist überhaupt nicht notwendig. Das Geld sollte lieber wichtigere Dinge gesteckt werden, wie zum Beispiel Bausünden in der Innenstadt…”

    Durch diese drei Minuten habe ich in meiner Schulzeit schon so oft die Anschlussbahn am Alten Markt verpasst. Dazu kam es aber auch nur, weil die Stadt Magdeburg der Meinung war, das Otto von Guericke - Gymnasium zu schließen und mich für die letzten zwei Jahre quer durch die Stadt zu jagen. Diese Sache hat sich jetztendlich auch gegessen und interessiert nicht.

    Zum Tunnel: Ich bin voll und ganz für einen Bau. Auch bin ich mir der Belastungen während des Tunnelbaus im Klaren. Man muss kleine Opfer bringen, um einen guten Endzustand zu erreichen. Das primäre an der Sache ist, dass der ÖPNV nicht durch den Straßenverkehr belastet wird und durch einen Tunnel wird u.a. dieses Problem gelöst. Außerdem ist der Tunnel günstiger als die Alternative und der Differenzbetrag kann Umweltschutz oder andere soziale Projekte verwendet werden. Es liegt in den Händen der Stadt.

  9. 9

    Harald Peters schreibt am 18.08.2009 @ 22:15:

    Ich finde ihre ganze Innitiative ist ein einziger Witz! Die meisten Kontra Kommentare sind aus der Luft gegriffen,gelogen oder schlecht recherchiert(Bsp. der Kölner Platz erlebt durch den Wegfall des Parkplatzes und der Ansiedelung von Geschäften eine Aufwertung.Die Haltestelle Hauptbahnhof bleibet erhalten.Die Verhältnisse für Radfahrer verbessert sich anstatt sich zu verschlechtern und,und,und…).Durch die Schaffung einer großen Fußgängerzone wird die Innenstadt dauerhaft aufgewertet.Der Tunnel ist Kostengünstiger als andere Varianten ohne Tunnel. Sie sollten ihre “Alles was Neu ist wird kritisiert” Ansicht noch einmal überdenken udn sich den Tatsachen stellen.

  10. 10

    Lisa müller schreibt am 23.08.2009 @ 13:06:

    Es wird in der Bauzeit von 4 Jahre erhebliche Einschränkungen geben, die sicher nicht mit dem 3minütigen “Stau” zu vergleichen sind.
    Die Magdeburger wissen, dass es dort vielleicht mal länger dauern kann und planen dies mit ein. Ich habe wirklich noch von keinem gehört, den die jetzige Situation am Damaschkeplatz stört; Im Gegenzug jedoch eine Menge Stimmen, die sich dagegen aussprechen.

    Leider muss ich mich zunehmens fragen: Ist denn nun schon alles beschlossene Sache? Kann man noch etwas dagegen tun? Noch eine Bürgerbefragung, um den Plan zu stürzen? Organisation von Demonstrationen gegen den Tunnel? Primär sollte es doch um den Willen der Bürger gehen und nicht um Kalkulationen von Geldern, welches Projekt nun mehr kostet, welches Fördermittel bringt oä…

  11. 11

    jawoll schreibt am 06.09.2009 @ 15:11:

    Die Stadträte welche den Tunnel befürworten, bekommen doch von der Bauindustrie kleine Geschenke oder warum wollen die dieses Schwachsinnsprojekt?

  12. 12

    TB schreibt am 22.09.2009 @ 00:50:

    Der Tunnel ist die einzige vernünftige Lösung für die Innenstadt von Magdeburg und müsste eigentlich bis zur Strombrücke gebaut werden. Die Trennung von ÖPNV und Straßenverkehr macht das Nadelöhr unter den Bahnhofsbrücken deutlich sicherer und löst vor allem die ständige Konfliktsituation zwischen Autos und abbiegenden Straßenbahnen an der Ernst-Reuter-Allee, Ecke Willy-Brandt-Platz. Nur so kann eine Haltestelle am Kölner Platz geschaffen werden, die ein schnelles Umsteigen ohne lange Laufwege zwischen Zug und Straßenbahn gewährleistet und außerdem genug Kapazität hat, um als zentraler Anschlusspunkt für den Nachtverkehr zu dienen. Der Lärm und die Belastung durch Abgase wird zudem unter die Erde verdrängt, wo sie nicht stören. Allerdings sollten zur Entspannung der Verkehrsituation zwei Fahrspuren pro Richtung gebaut werden.

    Das Geld, das nur zu einem kleinen Anteil von der Stadt kommt, würde auch nie für Schulen oder Kitas ausgegeben werden können, da auch die Alternativlösungen nicht billiger für Magdeburg wären und ein großer Teil des Geldes von der Deutschen Bahn kommt, die kaum in Bildungspolitik investieren wird.

    Letztlich trägt der Tunnel dazu bei, die Innenstadt ein Stück weit attraktiver zu machen. Das große Ziel könnte eine durchgehende Fußgängerzone sein, wenn der Tunnel bis zur Strombrücke verlängert werden würde.

  13. 13

    Tino Lerche schreibt am 22.09.2009 @ 06:47:

    Als Magdeburger und unmittelbarer Anwohner verfolge ich die Auseinandersetzung zum Tunnenbau mit sehr großem Interesse.
    Dabei war ich so frei mir die Informationen und Argumente beider Seiten anzuhören.
    Dennoch blieb meine Meinung unverändert: pro Tunnel.

    Es lässt sich sicherlich trefflich streiten, ob wir diesen Tunnel brauchen, wem er Nutzt und wie viel er kostet;
    Nur eines sollte man dabei bedenken:

    Es wird gebaut werden, ob es die Stadt und ihre Bürger wollen oder nicht.

    Sicher die bisher bekannten Kosten werden bei weitem nicht ausreichen, ist doch absehbar, dass durch Mindestlohn (der auch gut ist); weitere Preissteigerungen für Stahl, Kraftstoffe, Steuern etc. eine neue Dynamik eintritt.

    Der Bürgerinitiative möchte ich trotz gegenteiliger Meinung meinen Respekt aussprechen, hat sie es doch geschafft, die Diskussion abseits des Gezänks im Stadtrat zu thematisieren.

    Leider zeigt auch diese keine wirklichen Alternativen, denn sein wir doch mal ganz nüchtern und ehrlich:

    - die Durchfahrtshöhe der neuen Brücken muss mindesten 4,3 m betragen; d.h. die Fahrbahn
    unter den Brücken muss abgesenkt werden
    - damit stößt man noch weiter in den wassertechnisch schwierigen Untergrund vor
    - der Kölner Platz wird so vom Fahrzeugverkehr abgekoppelt und steht nicht mehr als
    Parkplatz zur Verfügung
    - die Verkehrssituation bleibt weitgehend erhalten, allerdings mit einem Gefälle in der
    Fahrbahn, so dass es bei Starkregen oder Hochwasser zu Überschwemmungen kommen
    kann

    So stellt sich mir die Faktenlage dar. Alles andere ist wohl eher so eine Mischung aus Sand in die Augen streuen und Ratlosigkeit, auf allen Seiten.

    Da beide Seiten, wirkliche Alternativen schuldig bleiben; (Auf der Internetseite der Bürgerinitiative gibt es zwar einen Link, aber keine Aussagen) ist es doch wohl eher so, dass die Verantwortlichen fern von persönlichen Animositäten und Parteilichkeit die Kosten der Varianten „Es bleibt fast so wie es ist“ und „Röhre“ abwägen sollten.

    Es bleibt zu bedenken, dass an dieser Stelle erst in 70 Jahren wieder etwas Großes gestaltet werden kann.

    Die meisten Entscheidungsträger werden dann schon längst von der Geschichte beurteilt worden sein.

    Die dann lebenden Bürger der Stadt aber werden den Kopf schütteln und sich an die Stirn fassen, um die Diskussion pro und contra Tunnel.

    Haben wir den Mut, diesen Tunnel zu bauen.

    Wären alle Entscheidungen immer nach Kosten und Nutzen getroffen worden, gäbe es heute keine Harzer Schmalspurbahnen, kein Pretziner Wehr, keinen Elbauenpark, keinen Tunnel am Askanischen Platz oder Am Uniplatz.

    PS: In diesen Tunnel kommt es komischerweise zu keinen Überschwemmungen und auch das Anfahren am Berg haben die Magdeburger und Ihre Gäste ohne Probleme gemeistert, zumal wir ja an der Johanneskirche schon seit Jahrzehnten üben können.

    Aber das Nur am Rande.

  14. 14

    H. Peter schreibt am 03.10.2009 @ 19:45:

    Weshalb benötigt Magdeburg einen Tunnel am Köllner Platz? Etwa, weil der Individualverkehr, der an dieser Stelle werktäglich maximal für 1 bis 2 Stunden morgens `rein und abends `raus fährt? Dafür soll soviel Geld verschwendet werden? Hat sich schon mal jemand der Mühe unterzogen, an dieser Stelle den Fahrzeugverkehr am Wochenende zu analysieren…? Dieser Tunnel ist ein reines Prestigeprojekt! Fragt sich nur, wer da meint, sich hier eine goldene Nase verdienen zu können. Es ist Tatsache, dass die Bahn die Brücken am Bahnhof ersetzen muss. Es ist also weiter nichts zu machen als die Durchfahrtsbreite der Brücken so zu gestalten, dass der Autoverkehr 4-spurig am Köllner Platz vorbeigeführt werden kann.
    Dass die Bahn AG weit mehr tun mus aber auch kann (im Sinne von “das know how und die Mittel dazu haben”), ist letztlich eine Frage, wie der Magdeburger Stadtrat es versteht, die RICHTIGEN Schwerpukte zu erkennen und Schlussfolgerungen einer notwendigen ENTLASTUNG der Verkehrsströme in der Innenstadt zu ziehen. Mit dem Tunnel und der - eigentlich viel wichtigeren - zweiten Elbquerung wird eindeutig mehr Verkehr DURCH die Stadt gelotst. Und nun stelle man sich bitte an den beiden Kreuzngen die Situationen vor: Staus durch rote Ampeln! Die Fußgänger in der City, die Einkaufen wollen, dürfen dann auch die “angenehmen Düfte” der Autos einatmen und den “Sound” der Motoren genießen! Das ist genau das, was man zum Einkaufen braucht; das bestätigt JEDER Händler der Innenstadt.
    Bitte, bitte nochmal ganz genau Nachdenken. Effektivität und Wirtschaftlichkeit haben auch was mit Kosten - Nutzen zu tun!
    Bitte keine Fehler, die viele andere Städte bereits hinter sich haben!

  15. 15

    Klaus-Peter Schumann schreibt am 07.10.2009 @ 20:54:

    Ich hoffe, dass morgen die Vernunft siegt und sich die Mehrheit der Stadträte für den Bau des Tunnels entscheiden. Alles andere wäre eine Katastrophe für die Zukunft unserer Stadt. Ja, meine Damen und Herren von der Bürgerinitiative „Lebenswerte Innenstadt“, ich bin dafür, dass der Tunnel gebaut wird. Und ich stehe da nicht alleine. In meinem ganzen Bekannten- und Freundeskreis kenne ich Niemanden, der gegen den Tunnel ist. Tun Sie deshalb bitte nicht so, als ob Sie die alleinige Stimme der Bürger Magdeburgs sind, nur weil Sie eine Minderheit unserer Bevölkerung vertreten. Und bei öffentlichen Auftritten werden Ihre Argumente auch nicht richtiger, wenn Ihre Vertreter stets wieder die gleichen Halbwahrheiten herausposaunen.
    In diesem Zusammenhang möchte ich auch an den Bau der beiden Tunnel am Askanischen Platz und unter dem Universitätsplatz erinnern. Was wurde gegen diese Bauten vorher gewettert. Heute sind die meisten Bürger unserer Stadt damit zufrieden und möchten diese Tunnel nicht mehr missen.
    Erschreckend für mich ist, dass durch prominente Vertreter Ihrer Bürgerinitiative wissentlich die Öffentlichkeit in die Irre geleitet wird und Fakten durcheinandergebracht werden, so dass mancher Bürger auf diese Polemik hereinfällt und sich dann selber fragt, ob wir den Tunnel wirklich brauchen.
    Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und Ihre 20 Argumente gegen das Tunnelbauvorhaben unter die Lupe genommen. Zu einigen möchte ich einmal meine Meinung sagen und die mir bekannten Kenntnisse darlegen:

    Zu 1. und 5.: Die Stauerscheinungen an der Lichtsignalanlage O.-v.-Guericke-Str./E.-Reuter-Allee können nur durch einen Umbau des Knotens vermindert werden. Diese Maßnahme ist aber nicht Bestandteil der derzeitigen Eisenbahnkreuzungsmaßnahme.

    Zu 2. und 3.: Verkehrstechnische Untersuchungen haben ergeben, dass sich der Durchgangsverkehr (inkl. des LKW-Verkehrs) nur unwesentlich erhöht. Der LKW-Verkehr bezieht sich im Wesentlichen auf den Ziel- und Quellverkehr (Anlieferung), was im Verkehrskonzept Innenstadt als ein wichtiges Ziel gefordert wird. Die Durchfahrtshöhe von 4,50 m hat nichts damit zu tun, dass nun 4,50 m hohe LKW durchfahren sonder sind gesetzlich vorgeschrieben.

    Zu 4.: Die Steigung an der Weinarkade von 6-8 % entspricht den geltenden Vorschriften und wird bereits auch am Uniplatz praktiziert. Auch dort staut sich in Spitzenzeiten der Verkehr bis in den Tunnel. Ich habe noch keinen Autofahrer gesehen, der hier beim anfahren Probleme hatte.

    Zu 6.: Die bereits vorhandene Bebauung ist hierfür die Ursache, die auch jetzt schon den Verkehrsraum einschränkt. Besonders auf der Südseite gibt es derzeit vor dem City-Carré kaum Platz für Radfahrer und Fußgänger.

    Zu. 7.: Soweit ich informiert bin, werden im Zuge des behindertengerechten Umbaus des Hauptbahnhofes durch die DB AG barrierefreien Zugänge zu allen Gleisen geschaffen.

    Zu 8. und 9.: Wer braucht den Kölner Platz als Parkplatz oder zum Abholen und Bringen der Reisenden? Für mich ist der Kölner Platz seit langem dafür nutzlos, da ich ihn sowieso nur in West-Ost-Richtung nutzen kann. Wenn ich als wieder zurück will muss ich einen erheblichen Umweg fahren. Daher nutze ich viel lieber die neu geschaffenen Parkplätze an der Maybachstraße auf der Westseite bzw. in der Bahnhofstraße auf der Ostseite.

    Zu 10.: Soweit mir bekannt ist, wird das Entwässerungskonzept komplett erneuert, damit die Überflutungen der Vergangenheit angehören.

    Zu 11.: Die Befürchtung, dass Grundwasserabsenkungen eine Gefahr für den Baumbestand und die Bebauung am Ring bedeuten, ist unbegründet. Heute ist man technisch in der Lage, diese Grundwasserabsenkungen nur abschnittsweise und punktuell einzusetzen, damit die angrenzenden Flächen nicht beeinflusst werden.

    Zu 12.: Das die Verlegung des Taxistandes auf der Ostseite zur Verteuerung der Taxifahrten führt, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und scheint mir an den Haaren herbeigezogen zu sein. Sicherlich wird es für den einen Fahrgast, der in Richtung Norden oder Osten möchte, ein paar Meter weiter. Dafür sparen wieder die in Richtung Süden fahrenden Taxikunden, da sich hier der Weg etwas verkürzt. Ich denke dass sich das ziemlich ausgleichen wird. Und die Kunden, die in Richtung Westen möchten, nutzen sowieso den Taxistand auf der Westseite des Bahnhofes.

    Zu 13.: Die Ausfahrt aus dem Parkhaus City-Carré ist nicht nur nach Osten möglich. Für Parkhausnutzer, die in die anderen Richtungen möchten, besteht die Möglichkeit die zweite Ausfahrt in der Bahnhofstraße zu nutzen.

    Zu 14.: Sicherlich ist die lange Bauzeit ein Problem. Doch diese wird auch bei der Variante „Ausbau im Bestand“ nicht kürzer. Ich denke, dass der Einzelhandel aber nach Abschluss der Tunnelbauarbeiten durch den besuch von mehr Kunden profitieren wird.

    Zu 15.: Die Tunnelrampen können architektonisch entsprechend gestaltet werden und sich so städtebaulich integrieren.

    Zu den anderen Punkten möchte ich jetzt nicht weiter eingehen. Sicherlich ist die Kostenfrage nicht unerheblich. Ich habe aber begriffen, dass Kosten bei der von Ihnen bevorzugten Variante kaum geringer sind. Hinzu kommt, dass Sie durch immer neue Forderungen nicht unerheblich am Anstieg der Kosten beteiligt sind.

    Sollten wieder erwarten die Stadträte gegen den Tunnel stimmen, dann sollen auch unsere Kinder und Enkel wissen, wer einem zukunftsorientierten Ausbau des Eisenbahnknotens entgegen gestanden hat. Doch ich glaube, dass die Mehrheit unserer Stadträte morgen für den Tunnel stimmt. Denn es gibt keine vernünftige Alternative zu dem vorliegenden Beschlussentwurf.

  16. 16

    Mirko Stage schreibt am 07.10.2009 @ 21:09:

    zum Kommentar 13 von Tino Lerche (22.09.2009)

    Sehr geehrter Herr Lerche,

    sie schreiben in Ihrem Kommentar u.a.:
    “die Durchfahrtshöhe der neuen Brücken muss mindesten 4,3 m betragen; d.h. die Fahrbahnm unter den Brücken muss abgesenkt werden”

    und weiter unten dazu

    “So stellt sich mir die Faktenlage dar. Alles andere ist wohl eher so eine Mischung aus Sand in die Augen streuen und Ratlosigkeit, auf allen Seiten.”

    Bitte belegen Sie mit irgendeinem Verweis auf ein Gesetz / Gerichtsurteil u.ä. wie sie zu diesem “Fakt” kommen, daß die die neuen Brücken mind. 4,3m hoch sein müssten, wenn Sie dies schon als Fakt darstellen.
    Falsche Informationen immer wieder und wieder zu wiederholen, macht sie nicht richtiger.

    Vielen Dank,

    Mirko Stage

  17. 17

    Mirko schreibt am 07.10.2009 @ 22:04:

    zum Kommentar 15 von Klaus-Peter Schumann (07.10.2009)

    Sehr geehrter Herr Schumann,

    Sie schreiben:
    “Verkehrstechnische Untersuchungen haben ergeben, dass sich der Durchgangsverkehr (inkl. des LKW-Verkehrs) nur unwesentlich erhöht.”

    Ich konnte in den Planungsakten eine solche Untersuchung mit diesem Ergebniss nicht finden. Bitte konkretisieren Sie, von welchen Untersuchungen (wann und von wem) Sie reden.

    weiter schreiben Sie:
    “Die Durchfahrtshöhe von 4,50 m hat nichts damit zu tun, dass nun 4,50 m hohe LKW durchfahren sonder sind gesetzlich vorgeschrieben.”

    Bitte schreiben Sie, von welchen Gesetz Sie reden. In allen mir bekannten entsprechenden Gesetzen sowie in einem von mit in der Sitzung des Bauausschusses verlesenen Gutachtens des Eisenbahnbundesamtes steht nichts davon bzw. das Gegenteil. Niemand konnte mir bisher das entsprechende Gesetz benennen, von daher freue ich mich darauf, daß Sie dies tun.

    weiter schreiben Sie:
    “Soweit ich informiert bin, werden im Zuge des behindertengerechten Umbaus des Hauptbahnhofes durch die DB AG barrierefreien Zugänge zu allen Gleisen geschaffen.”

    Scheinbar kennen Sie einen neueren Planungsstand als ich. Bitte schreiben Sie mir, in den Unterlagen welches Planungsstandes diese barrierefreien Zugänge zu allen Gleisen enthalten sind. (Mündliche irgendwo gehörte Aussagen gelten nicht)

    weiter schreiben Sie:
    “Wer braucht den Kölner Platz als Parkplatz oder zum Abholen und Bringen der Reisenden?”

    Die Parkplätze auf dem Kölner Platz haben derzeit eine Auslastungsquote von 75 - 80%. Dafür, daß sie nicht gebraucht werden, werden Sie doch sehr gut genutzt.

    weiter schreiben Sie:
    “Soweit mir bekannt ist, wird das Entwässerungskonzept komplett erneuert, damit die Überflutungen der Vergangenheit angehören.”

    Wenn Sie dies behaupten, liegt Ihnen dazu scheinbar neuere Stellungnahmen der Städtischen Werke Magdeburg bzw. die Abwassergesellschaft Magdeburg mbH vor, als mir. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir diese zur Verfügung stellen könnten.

    weiter schreiben Sie:
    “Hinzu kommt, dass Sie durch immer neue Forderungen nicht unerheblich am Anstieg der Kosten beteiligt sind. ”

    Scheinbar liegt Ihnen eine andere Kostenkalkulation vor als mir. Bitte benennen Sie mir eine Kostenposition, die bisher durch eine Forderung der Bürgerinitiative gestiegen ist.

    aber ich möchte Ihnen auch in einem Punkt zustimmen, Sie schreiben:
    “Die Stauerscheinungen an der Lichtsignalanlage O.-v.-Guericke-Str./E.-Reuter-Allee können nur durch einen Umbau des Knotens vermindert werden. Diese Maßnahme ist aber nicht Bestandteil der derzeitigen Eisenbahnkreuzungsmaßnahme.”

    Das sehe ich genauso. Eine Maßnahme, um den “Stau” tatsächlich zu bekämpfen, ist in dem 45 (+x) Millionenprojekt nicht enthalten.

    Sehr geehrter Herr Schumann,
    Sie unterstellen den Tunnelkritikern “Halbwahrheiten”, “Fakten durcheinanderbringen” und Polemik und appelieren an die “Vernunft”.
    Sie agumentieren dabei mit Gesetzen, die Sie nicht nennen, mit “Soweit mir bekannt ist…”, “Soweit ich informiert bin…” u.ä..

    Ich habe mir viele viele Stunden Zeit genommen, Akten, Gutachten und Gesetze durchzulesen und Stellungnamen von Verkehrsträgern, Versorgungsunternehmen u.v.a. durchzusehen. Ich bin auch der Meinung, daß ein Kostenunterschied von ca. 20 Mio. Euro zwischen der Variante 3 (Tunnel) und der Variante 0 (kein Tunnel) nicht so “gering” ist, wie sie schreiben.

    Wenn Sie mir bis morgen mittag meine Fragen beantworten oder aber zumindest das Gesetz benennen, in dem für einen solchen Fall wie die Ernst-Reuter-Allee die Durchfahrtshöhe von 4,50 geregelt ist, stimme ich für den Tunnel. Wenn Sie das nicht können, da es ein solches Gesetz gar nicht gibt, bleibe ich bei meinem Votum dagegen. Denn ich habe mich in den letzten Monaten zu intensiv damit beschäftigt, um mir mangelnde Vernuft vorwerfen zu lassen. Falsche Informationen immer wieder und wieder zu wiederholen, macht sie nicht richtiger gilt auch hier.

    Mirko Stage

  18. 18

    Hildegunst schreibt am 07.10.2009 @ 22:11:

    Brummi-Duschen-Betreiber drängen in die Innenstadt

    Uiuiuiui, da braut sich was zusammen. Am 8.10. will der Stadtrat mal ganz unverfänglich die Tunnelfrage entscheiden. Macht er immer mal wieder gern. Diesmal scheint es aber ernst. Aus Gründen der Vorfreude hatten schon mal einzelne Ausschüsse das Wort. Stadtplanung und Umwelt sagten Nein, der Finanzausschuss war für Ja, das Geld muss ja schließlich unter die Leute.

    Die Sinnhaftigkeit des Projektes ist mit der eines Furunkels am Gesäß recht gut umrissen. Eine Brücke zu untertunneln - darauf kommt wirklich nur die Magdeburger Stadtplanung. Auch sonst sind sich Beobachter nicht ganz sicher, ob das wirklich alles ernst gemeint ist. Der ursprüngliche Plan der Stadtverwaltung sah vor, die Straße leistungsfähiger zu machen, also die in Stoßzeiten als Stau empfundene Fahrzeugansammlung vor der Ampel Weinarkade aufzulösen. Lustigerweise herrscht inzwischen Einigkeit, dass das Ziel auch nach 40 Millionen Euro und mehr an Baukosten nicht erreicht wird. Da die Ampel bleibt, weiterhin auch mal Rot zeigt und die Fahrzeuge sich dann eben nur aus der Froschperspektive an pirschen, wird der Stau nicht besser - eher schlimmer. Tatsächlich soll der Tunnel einspurig werden, seine Durchlasszahlen würden daher eher nicht über den heutigen liegen. Mit einer Ausnahme. Der Tunnel ist höher als die jetzige Durchfahrt! (die Stadtverwaltung ist da stolz wie Bolle drauf.) Endlich wird die Innenstadt also für den mautvermeidenden LKW-Verkehr erschlossen! Feinstaub - wir grüßen Dich in unserer Mitte. Lärm? Nur ein Problem für Leute die ihre Hörgeräte an haben. Wer in einer netten Innenstadt einkaufen will, kann doch nach Braunschweig fahren. (Nach Westen hätte der Tunnel auch zwei Fahrspuren!)

    Noch unter dem Eindruck der ursprünglichen Idee - also schnellerer Verkehr durch die Innenstadt - plant die Stadtverwaltung weitere große Taten. Vierspurig durch die Innenstadt und Brückfeld in Richtung Berlin. Sinn hat das nicht. Der Durchgangsverkehr gehört eigentlich auf die B 1 und die A 2 - nicht in die Einkaufszone - es sei denn man will ‘ne Brummidusche betreiben. Die optische Wirkung der vier Tunnelschneisen und die Unmöglichkeit urbanen Lebens in ihrem Umfeld ist ein Argument, welches verächtlich als städtebaulich-intellektuell abgetan wird. Wenn man in einem Fluchtwagen durch die Magdeburger “Innenstadt” in Richtung einer beliebigen lebbaren Innenstadt andernorts flitzt, kann es einem ja nun wirklich egal sein, ob die verstörten Eingeboren am Rande der Graffiti verzierten Startrampen sich nur am Verkehr ergötzen oder bei all dem Grau(en) ein spontanes Ableben in Erwägung ziehen.

    Die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat sind unsicher. Bei den Fraktionen von SPD und Linken geht die Demarkationslinie mitten hindurch. Die Stadtverwaltung hat sich zwecks Mehrheitsbeschaffung bemüht einen gigantischen juristischen Popanz aufzublasen. Sie behauptet so kühn wie falsch, dass es eine Verpflichtung gebe, beim Neubau der Bahnhofsbrücken die Durchfahrtshöhe deutlich zu erhöhen und begründet damit das Tunnelabenteuer. Da die Ernst-Reuter-Allee, genau wie die Hallische Straße, nach dem gültigen städtischen Verkehrskonzept nur eine städtische Bedeutung haben soll, ist die Erhöhung verkehrstechnisch und juristisch völlig unnötig. Das ist intern auch ziemlich unstrittig. Verwaltungsmitarbeiter die allerdings Gegenteiliges öffentlich behaupten, sollten sich aber schon mal lieber mit neuen spannenden Aufgaben im Bereich der Raumpflege anfreunden. Heißt es. (Für die auch neu zu bauende Brücke Hallische Straße darf man die Unnötigkeit höherer Durchfahrtshöhen auch als Verwaltungsmitarbeiter allerdings gefahrlos äußern. Da wäre die gegenteilige Ansicht - also die Forderung nach einem weiteren Tunnel - ein sicherer Weg, damit die Leute mit diesen Hemden mit den extrem langen Ärmeln gerufen werden.)

    Durchgangsstraße oder Innenstadtentwicklung? Selten hat ein Stadtrat mal eine dermaßen klare und wichtige Entscheidung zu treffen. Kann man das versemmeln? Ja - aber man sollte es nicht.

  19. 19

    Klaus-Peter Schumann schreibt am 08.10.2009 @ 08:47:

    Sehr geehrte Herr Stage,
    leider kann ich aus Zeitgründen jetzt nicht auf all Ihre Fragen antworten. Aber zu Ihrer Frage zu den Vorschriften möchte ich nur auf die RAS (Richtlinie zur Anlage von Straßen) hinweisen. Im Teil RAS-Q finden Sie die Hinweise zu den Durchfahrtshöhen. Und die dürfte Ihnen, wenn Sie sich so tiefgründig mit der Problematik auseinandergesetzt haben, bekannt sein.
    Nun werden Sie mir gleich erwiedern, dass dies kein Gesetz ist sonder die Richtlinie nur eine Empfehlung darstellt.
    Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber bei Neubauten sollte man sich schon dem aktuellen Stand der Technik anschließen. Ich komme beruflich aus einem anderen technischem Bereich, der Elektrotechnik. Auch hier finden wir DIN-Vorschriften und Richtlinien die keinen Gesetzescharakter haben. Trotzdem wird bei Neuanlagen danach gebaut, weil es sich um den aktuellen Stand der Technik handelt. Bei überwachungspflichtigen Anlagenwürdeman gar keine Freigabe erhalten, wenn man sich nicht an die DIN-Vorschriften gehalten hat. Es würde auch kein Elektriker eine Neuanlage errichten, die dem Stand der Technik des letzten Jahrhunderts entspricht. Sie selber würden es auch nicht erlauben, wenn jemand auf die Idee käme und bei Ihnen ein Wechselstromnetz von 2×220V ohne Null-und Schutzleiter zu installieren. Und genauso ist auch die RAS zu interpretieren.

  20. 20

    Mirko Stage schreibt am 08.10.2009 @ 09:53:

    Hallo Herr Schumann,

    keine Angst, so spitzfindig bin ich nicht, daß ich die RAS-Q nicht akzepziere weil sie ja “nur” eine Richtlinie und kein Gesetz ist.

    Nur: Was hat die RAS-Q mit unserem Fall zu tun? Sie gilt ausschließlich für Straßen der Katagoriengruppen A I bis V, BI, BII. Seit wann ist die Ernst-Reuter-Allee eine Außerortsstraße oder eine Stadtautobahn?

    Wenn Sie mir nicht glauben sollten, rufen Sie einfach bei der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen in Köln an (die diese erstellt) oder schauen in den Allgemeinen Rundschreiben Straßenbau (ARS) des Bundesministeriums für Verkehr nach.

    Ich bin gespannt was sie als nächstes vorlegen!

  21. 21

    Jörg Scheibe schreibt am 09.10.2009 @ 07:11:

    Liebe Tunnelgegner,

    Zitat “gegen stellenweise zu schmale Rad- und Fußwege”
    Zitat “gegen Wegfall der Haltestelle City Carré/Brandenburger
    Straße
    gegen den Wegfall des Taxistandes vor dem Cinemaxx/McDonalds”

    Wenn Sie tatsächlich gegen diese Punkte gewesen wären, wären Ihnen alle vier Alternativvarianten, mit denen Sie -nach eigenen, immer wieder geäußerten Angaben- ja den Stein der Weisen gefunden hatten, weggefallen.

    Wie denn nun?
    Sind Sie nur gegen diese Punkte, wenn sie verbunden mit dem Bau des Tunnels sind?

    Und wenn Sie den Beitrag Herrn Schumanns gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, daß dort auch auf die RASt 06 abgehoben wird. Und dort wird auf S.26 die Durchfahrtshöhe bei Nutzung mit Bussen (oder sollen die auch nicht mehr fahren?) auf 4,50 ausgewiesen.
    Hätte Ihnen ein Anruf bei der FGSV alles aufklären können……

  22. 22

    Denny Privenau schreibt am 09.10.2009 @ 15:34:

    Hallo…

    Meine Meinung ist… Der Tunnel ist Unnötig und Quatsch !!!

    Die sollten das Geld Sinnvoller Verbraten…

    Was erreicht man denn schon groß mit diesem Projekt. Eigentlich NICHTS..

    Die Stau´s verlagern sich, in welche Richtung auch immer, bis zur nächsten Kreuzung und Ampelanlage, die heute schon völlig Ausgelastet sind..

    Der Fussweg Stadteinwärts ist Breit genug , das dieser Verengt werden könnte. Eine Sanierung und Neuanlage der Strasse zwischen Damaschkeplatz und City-Carree ist Sinnvoller. Es könnten Stadteinwärts auch 2 Fahrspuren existieren, ohne eine Untertunnelung. Die Strasse kann ja Abgesenkt werden, aber nur um 1 Meter max. , um die Durchfahrt der Trams zu beschleunigen..was bis zur nächsten Halt eh keinen Sinn ergibt..

    Der Tunnel und das Projekt gehört in den Abfallkorb.

    Das wird die grösste Geldverschwendung , die Magdeburg seit der Gründung vor 1200 Jahren je gesehen hat !! Vom Verkehrskollaps während der 5 Jahre Bauzeit garnicht zu reden..

    Magdeburg hat viele Orte und Plätze, denen das Geld besser zu Gesicht stehen würde…

    Erinnere da nur an die Gegend um die Planckstraße herum, wo die Straßenzustände echt mies sind, oder der Flächendeckenden Erneuerung sehr vieler Rad und Fußwege in unserer Stadt.

    Stattdessen wird ein Tunnel geplant und gebaut, der absolut keinen Nutzwert hat…

    Was war das noch für ein Slogan, mit dem Magdeburg auf sich Aufmerksam machen wollte ?

    Bleib Sauber.. ? Dann tut das ihr Stadtväter.. die vielen Millionen habt ihr, wenn ihr den albernen Tunnel entlich in den Papierkorb werfen würdet….

    LG
    Denny

  23. 23

    Stefan schreibt am 15.10.2009 @ 12:00:

    Ich halte den Tunnel für eine sehr sinnvolle Investition.
    1. der Verkehrsfluß wird verbessert und das Unfallrisiko minimiert
    2. Aufwertung durch neue Fußgängerzohne
    3. Aufwertung des jetzt noch schäbigen Damaschkeplatzes
    4. Aufwertung des jetzt noch schäbigen Kölner Platzes
    5. Es entsteht ein geringerer Einfluß des Individualverkehrs auf der gesamten Strecke zwischen City Carree und Damaschkeplatz im Blick auf MFB, Radfahrer, Fußgänger, Bahnreisende

    Argumentationen bzgl. Wassereinbrüchen kann ich nicht stattgeben, da dies durch geeignete technische Maßnahmen verhindert werden kann.
    Gleiches gilt für Befürchtungen hinsichtlich Stauprognosen, Schwerlastverkehr ect. > alles spekulativ und nicht bewiesen.
    Vergleich Tunnel am Uniplatz > keine Staus mehr auf der Albert Vater Straße oder Lüneburger Straße bzw. die anderen Zufahrten zum Uniplatz UND weniger Unfälle.

    Hinsichtlich Kosten sei zu sagen, daß immer und überall wichtige Investitionen getätigt werden müssten. Da wurden aber in den vergangenen 20 Jahren, bedingt durch die wiedervereinigte bundesdeutsche Politik, eklatente Fehlentscheidungen getroffen bzw. eine verfehlte Politik eingesetzt. Diese führte dann zu schlechten Bildungsvoraussetzungen, Kinderbetreuung, Familienentlastung usw. nicht der Tunnel unter den Bahnhofsbrücken!!

    Weiterhin sollte MD sich zu einer Stadtmaut bekennen, bei der sich Pendler aus dem städtischen Speckgürtel (OK,BÖ,BK,JL,SBK,SLK) an den Kosten für die städtische Verkehrsinfrastruktur beteiligen. Schließlich wird sie auch von diesen Pendlern ausgibigst genutzt. Ein Stadt-Umland Kostenausgleich wie derzeitig parktiziert deckt die entstehenden Kosten der Stadt bei weitem nicht. Zumal die Umlandgemeinden auch öffentliche Infrastrukturen nutzen welche sie selbst nicht haben (höhere Schulen, Universität, städtische Kultureinrichtungen, Museen, Betreuungseinrichtungen usw.)
    Dann wären auch Antworten auf zu sanierende Schulen, Kitas, Kultureinrichtungen ect. gefunden.

    Gruß,

    Stefan

  24. 24

    Philipp schreibt am 20.10.2009 @ 17:24:

    Liebe Tunnelgegner,

    ich bin Schüler eines Magdeburger Gymnasiums und sehe den Bau des Tunnels im Sinne der Modernisierung einer Stadt, die sicher meiner Meinung nach immer internationaler gestaltet und so am wachsen ist. Sie wird größer, interessanter und zeigt sich immer mehr der Öffentlichkeit. Und dies auch auf internationaler Ebene durch verschiedenste Institutionen der Stadt. Oft genug darf ich ausländische Schüler oder Erwachsene in Magdeburg am Hauptbahnhof empfangen. Ihnen gefällt dir Stadt, aber was immer wieder an mich heran getragen wird (und nicht nur von ausländischen Besuchern), dass die Gegend um den Damaschekeplatz, Kölner Platz und Bahnhofsvorplatz unansehnlich ist. Hier zeigt sich unsere Stadt nicht so grüß wie sie eigentlich ist und nicht so (welt)offen. Alles ist sehr grau, hohe Gebäude und ein enormer Autolärm - Wirkung: abschreckend, erschlagend.
    Wenn ich so also das Tunnelprojekt betrachte, ergeben sich für mich viele Vorteile: Verkehrsberühigte Zone, Schnellere Anbindung über drei Himmelsrichtung an den städtischen ÖPNV, Parkanlagen, hellere Gestaltung und Eindämmung des Autolärms. Die Stadt um den Hauptbahnhof attraktiver, nämlich dort, wo viele Reisende zum ersten Mal Magdeburger Boden betreten.
    Und wie ist es für Magdeburger Bürger? Ich kann mir nich vorstellen, dass sie eine verkehrsberuhigte Zone, Parkanlagen und somit eine gesteigerte Attraktivität abstoßend finden.

    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich vor der Bauphase und einem dazugehörigen Verkehrschaos auch Angst habe, aber vielleicht sollten wir genau das in Kauf nehmen.

    Weiterhin muss ich zugeben, dass ich mich nicht so sehr mit dem Tunnel beschäftige, dass ich alle Nachteile sehe. Was ich aber mitbekommen habe, dass mit keiner besonderen Änderung im Straßenverkehr zu rechnen ist. Das ist natürlich schade, das man dort keine bessere Möglichkeit findet, aber mir steht es an meiner Position nicht zu, darüber zu urteilen, weil ich keine Ahnung davon habe. Ich sehe aber keinen so gravierenden Nachteil, dass man dieses Projekt unbedingt verwerfen oder abändern sollte.

    Ich bin zufrieden mit dem Stadtratsentschluss und freue mich auf eine neuen Entwicklung in Magdeburg. Ich freue mich, dass unsere Stadt ihr Gesicht nach außen noch verschönern will.

  25. 25

    Michael Rother schreibt am 29.10.2009 @ 21:43:

    Für die Veranstaltung am 28.10.09 hatte ich eigentlich zu folgenden Punkten einen Gedankenaustausch angestrebt, leider war ich als täglicher Pendler nicht rechtzeitig da :

    1. Wie können Fördermillionen fest zugesagt werden, wenn sich nachweislich an dem Grundproblem nichts positiv verändert. Wenn das nur zum Erreichen des Beschlusses des Stadtrates als Fakt dargestellt wurde, sollte eine gerichtliche Überprüfung eingeleitet werden.
    2. Betreiberkosten einer Tunnelbelüftung, die auf stehenden Verkehr dimensioniert sein muss, wurden bisher nicht veröffentlicht und fehlen als wesentlicher Fakt zur Beschlussvorlage. Da für die Ringbeleuchtung schon jahrelang kein Geld da ist, sollte hier noch eine Klärung öffentlich erfolgen.
    3. Wie hoch wird das MVB-Defizit aufgrund der veränderten Verkehrsführung während der Bauphasen ?
    4. Liegen denn verbindliche Garantien des Brücken-TÜV vor, dass die maroden Brücken auch tatsächlich bis zum Umbau uneingeschränkt befahrbar sind ? Wenn man sich den katastrophalen Zustand als Fußgänger anschaut über die Jahrzehnte, und die vielen Brückenanfahrten durch LKW berücksichtigt, sollte jederzeit mit Teil- oder Vollsperrungen gerechnet werden.

  26. 26

    Friedel schreibt am 11.12.2009 @ 16:49:

    Ich will doch hoffen das der Stadtrat heute
    dem Tunnelprojekt zustimmt.
    Es kann doch nicht sein das ein eiziger Grüner mit seiner
    Klage einen Stadtratsbeschluss kippt und so wesentlich in die
    Zukunft Magdeburgs eingreift. Diese Gelegenheit bekommen wir nie wieder.
    Und was war mit den anderen Tunneln am Askanischen Platz und am Uniplatz? Die Gegner haben immer dagegen gespochen und irgenwelche Argumente hervorgeholt. Und heute, jeder ist froh das es diese Tunnel gibt. Verkehrsbeschränkung gab es auch dort in erheblichen Maß. Und schauen wir heute mal auf die Leipziger Straße was es dort seit Jahren für Beschränkungen gibt, da spricht keiner drüber, und es wird ja nur der Vorhandene Zustand “verbessert”.

  27. 27

    Bernd schreibt am 19.12.2010 @ 00:11:

    Hallo,
    welche Möglichkeiten gibt es denn noch diesen Wahnsinn zu stoppen?
    Man könnte annehmen das hier Entscheider geschmiert werden, anders kann ich mir diese Verschwendung von Steuermitteln nicht erklären!
    Ein kleiner Fußgängertunnel von Ulrichsplat zum Citycarre würde mehr Entlastung bringen und mindestens 50 Millionen einsparen! Wer verdient denn an diesem Irrsinn?



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